Gartenpflege

Grünanlagen, Gärten und Ähnliches bedürfen der Pflege und verursachen dadurch des Öfteren Kosten. Sind diese Teil eines Mietobjekts oder wurden dem Mieter zur (Mit-)Nutzung überlassen, fallen bestimmte Teile der Aufwendungen für die Gartenpflege unter die Betriebskosten. Die beiden Hauptkostenpunkte sind dabei:

  • Personalkosten
  • Sachkosten

Die Betriebskosten können wiederum auf den Mieter umgelegt und über die Nebenkostenabrechnung abgerechnet werden, wenn dies im Mietvertrag festgelegt wurde. Hierbei gilt für Vermieter wie für jede andere Betriebskostenart auch das Gebot der Wirtschaftlichkeit, das bedeutet, dass für die Gartenpflege mindestens drei Vergleichsangebote eingeholt werden müssen.
Legt der Vermieter nach Vertragsabschluss einen Garten an, so muss er für diesen selbst aufkommen.

Urteile zur Gartenpflege

Einige interessante Urteile bezüglich der Gartenpflege haben wir im Folgenden zusammengefasst:

  • Wenn ein Garten mitvermietet wurde, dürfen dort auch die Kinder des Mieters mit ihren Freunden spielen.
  • Die Gestaltung eines Gartens ist dem Mieter freigestellt, es dürfen also ein Beet oder Teich angelegt werden.
  • Mieter eines Einfamilienhauses mit Garten sind im Allgemeinen für die Anschaffung, Reparatur und Begleichung von Energiekosten zum Betreiben von Gartengeräten verantwortlich.
  • Wird der Garten über längere Zeit unzugänglich, z.B. durch Bauarbeiten, kann die Miete um bis zu 10% gesenkt werden.
  • Die Kosten für die turnus- bzw. regelmäßige Neubepflanzung von Gartenanlagen gehören zu den umlagefähigen Kosten.
  • Sträucher, Bäume und andere Pflanzen, die sich im Garten befinden, dürfen auch vom Mieter geerntet werden.