Ein Kamin in der Mietwohnung

Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO

Ein Kaminofen sorgt für eine ganz eigene, typische Wärme in der Wohnung. Außerdem schaffen das Prasseln des Feuers und der Lichtschein ein gemütliches Ambiente an kalten Wintertagen. In der Eigentumswohnung ist es vom Wunsch zur Umsetzung kein weiter Weg. Wie aber sieht es für Mieter aus? Kann auch in einer Mietwohnung ohne weiteres ein Kaminofen aufgestellt werden? Was muss beachtet und wer hinzugezogen werden?

Das grundlegende Verständnis

Auch wenn der Mieter die Wohnung nutzt und selbstverständlich den Wunsch hat, sie nach seinen Vorstellungen zu gestalten, so handelt es sich dennoch um das Eigentum des Vermieters. Der Mieter darf eine Vielzahl an Veränderungen in der Wohnung vornehmen, bauliche Veränderungen bedürfen jedoch dem Einverständnis des Vermieters. Vor allem, wenn es sich um größere Arbeiten wie Stemm- oder Maurerarbeiten handelt. Im Prinzip gilt: Nimmt man erheblichen Eingriff in die Bausubstanz, ist der Vermieter um Erlaubnis zu fragen.
Der Einbau eines Kamins stellt so einen Eingriff in die Bausubstanz dar. Deshalb bedarf sein Einbau dem Einverständnis des Eigentümers. Im Allgemeinen wird es keine zwingenden Gründe gegen eine solche Montage geben, da ein Kamin durchaus eine Wohnwerterhöhung darstellen kann. Dennoch sollte der Schritt von Mieter gut durchdacht sein.

Der richtige Weg

Für den Einbau eines Kamins braucht man wie gesagt die Zustimmung des Vermieters, aber auch die des Bezirksschornsteinfegers. Wir empfehlen folgenden Ablauf:

  1. Schriftliche Einverständniserklärung des Vermieters einholen
  2. Terminvereinbarung mit dem Schornsteinfeger
  3. Informationen für das Gespräch mit dem Schornsteinfeger sammeln – Wunschofen, Abgasdaten, usw.
  4. Termin mit dem Schornsteinfeger und dessen Einverständnis einholen

Mit der schriftlichen Zustimmung des Vermieters ist man als Mieter einfach auf der sicheren Seite und hat im Notfall etwas zu seiner Verteidigung. Für das OK des Schornsteinfegers ist es wichtig, bereits die nötigen Informationen zu haben. Deshalb empfiehlt es sich, sich vor dem Termin im Kaminangebot umzuschauen und ein paar Modelle genauer zu prüfen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Kaminöfen entweder der deutschen DIN 18891 Norm oder der europäischen DIN EN 13240 Norm entsprechen. Außerdem werden die Abgaswerte eine entscheidende Rolle für den Bezirksschornsteinfeger spielen.

An später denken

Nachdem beide Parteien dem Einbau zustimmen, sollte dennoch nicht sofort ein Modell gekauft werden. Schließlich bleibt noch die Frage: Was passiert mit dem Kamin beim Auszug?
Im Allgemeinen ist der Mieter dazu verpflichtet, bauliche Veränderungen an der Mietsache bei Auszug zu beseitigen. Der Vermieter hat schließlich das Recht auf eine Rückgabe der Wohnung im ursprünglichen Zustand. Daher ist er nicht verpflichtet, den Ofen zu übernehmen. Sollte der Ofen dennoch in der Wohnung bleiben können, bestehen für den Mieter keine Ansprüche auf Zugeständnisse. Eine Ausgleichszahlung beruht demnach ganz auf dem Willen des Vermieters.
Eine Alternative dazu bietet natürlich der Nachmieter: Nimmt dieser die Wohnung mit dem Kamin, so kann der Ofen drin bleiben und man kann eine Abstandszahlung mit dem Nachmieter vereinbaren.
Jede Vereinbarung, die mit dem Vermieter über den Verbleib und die Handhabung des Kamins nach Auszug getroffen wird, sollte daher schriftlich stattfinden. Der Mieter ist in dieser Sache gänzlich auf den guten Willen des Vermieters angewiesen, wenn er keine Beweise hat. Erst nachdem alles unter Dach und Fach ist, sollte die praktische Umsetzung erfolgen.

Die Kosten für den Einbau und für etwaige Reparaturen sind dann natürlich gänzlich vom Mieter zu tragen.

Fragen zu Ihrer Nebenkostenabrechnung?

Wenden Sie sich einfach für ein kostenloses Erstgespräch an unsere Rechtsexperten. Sie erreichen uns unter 030 588 494 54.

Ausnahme: Wohnung ohne Heizung

Anders verhält sich der Umgang mit einem Kaminofen bei einer Wohnung, in der es keine anderen Heizmöglichkeiten gibt. In diesem Fall kann der Mieter seiner Heizpflicht ohne einen funktionsfähigen Ofen gar nicht nachkommen. Der Vermieter ist in diesem Fall verpflichtet, dem Einbau zu zustimmen. Außerdem trägt hier der Vermieter sowohl Einbau- als auch Reparaturkosten, kann diese dann wie bei anderen Heizungsarten auch, über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen.

Wie können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

Nebenkostenabrechnungen sind rechtlich komplex und rechnerisch kompliziert. Die beste Möglichkeit ist daher, die Abrechnung von einem Experten prüfen zu lassen. Ob sich das lohnt, können Sie in unserem kostenlosen Schnell-Check in nur 2 Minuten herausfinden.

Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Nebenkosten prüfen lassen - MINEKO
Heizen im Herbst - MINEKO