Sparschwein und Geld auf Heizung

Der Heizspiegel 2015

Seit 2005 wird jährlich der Heizspiegel für das gesamte Bundesgebiet erstellt. Hierbei werden die durchschnittlichen Werte für die Heizkosten, die CO2-Emissionen sowie den Energieverbrauch in Bezug auf das Heizen ermittelt. Die Werte gelten für Wohngebäude, die zentral beheizt werden. Publiziert wird der Heizspiegel von der co2online mit Unterstützung durch den deutschen Mieterbund. Wir zeigen im Folgenden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung für das Jahr 2014, welche im Oktober veröffentlicht wurde.

Was wurde ausgewertet?

Als Grundlage für den diesjährigen Heizspiegel dienten etwa 63.000 Daten von zentral beheizten Wohngebäuden des gesamten Bundesgebiets. Die Energie für das warme Wasser wird in zirka 85 Prozent dieser Häuser ebenfalls über die Heizanlage erzeugt, weshalb Raumwärme und die Bereitung des Warmwassers ebenfalls in die Werte des Heizspiegels mit einfließen. Die Heizkosten, welche auch Teil der Nebenkostenabrechnung sind, setzen sich zum einen aus dem Energiepreis, dem Energieverbrauch und zum anderen aus den Heiznebenkosten zusammen. Zu den Heiznebenkosten gehören unter anderem die Wartung, die Gerätemiete oder die Kosten, welche für die Erfassung des Verbrauchs anfallen. Der Verbrauch an Heizenergie umfasst ebenso die Energiemenge, welche für die Raumwärme und die Warmwasseraufbereitung eingesetzt wird.

Ergebnisse des Heizspiegels für 2014

Die Auswertung der Daten hat ergeben, dass Mieter 2014 im Durchschnitt 880 Euro an Heizkosten gezahlt haben bei einer Wohnungsgröße von etwa 70 Quadratmetern. Im Vergleich zum Jahr davor entspricht dieses Ergebnis einem Rückgang um beinahe zehn Prozent. Dabei muss jedoch nach der Art der Heizung unterschieden werden. So sparten Mieter, bei denen mit Erdgas geheizt wurde, durchschnittlich 85 Euro, Bewohner mit Fernwärme etwa 90 Euro und Anwohner, bei denen Heizöl eingesetzt wird, konnten im Schnitt sogar 155 Euro sparen. Gründe für den Kostenrückgang sind zum einen der niedrigere Heizölpreis, der gegenüber dem Jahr 2013 um 8,5 Prozent gesunken ist, und zum anderen der milde Winter 2014, welcher sich positiv auf den Verbrauch an Heizenergie ausgewirkt hat, der um acht Prozent niedriger lag als noch 2013.

Vorschau 2015

Im Hinblick auf das laufende Abrechnungsjahr gehen die an der Erstellung des Heizspiegels Beteiligten davon aus, dass die Kosten für die Heizkosten überwiegend stabil bleiben. Relevante Faktoren sind hierbei die Preise für Fernwärme, Erdgas und Heizöl, die allesamt einen Rückgang verzeichnen. Allerdings war der Beginn des Jahres nicht kälter als 2014, sodass der Verbrauch entsprechend angestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr. Konkrete Aussagen lassen sich allerdings erst nach Ablauf des Jahres treffen, da erst im Verlauf des kommenden Winters eine fundierte Einschätzung gegeben werden kann. Derweil können Mieter durch das eigene Verhalten selbst dazu beitragen, ihren Verbrauch und somit ihre Heizkosten zu senken.