Das Umlageausfallwagnis

In der Nebenkostenabrechnung kann das Umlageausfallwagnis in bestimmten Fällen als gesonderter Posten auftauchen.

Das Umlageausfallwagnis bezeichnet einen Schutz gegen ein pauschal planbares Risiko des Vermieters. Nicht immer kann dieser nach eigenem Ermessen die Wohnungen vergeben oder die Miete anpassen. In manchen Fällen unterliegt die Verwaltung nämlich gesetzlichen Maßgaben:

Bestimmungen und Folgen für den Vermieter

Sollte es sich bei der Wohnlage um einen staatlich geförderten, preisgebundenen und steuerbegünstigten Wohnraum handeln oder sollte der Mieter eine Sozialwohnung bewohnen, so ist hat der Vermieter sich an Bestimmungen bei Wohnungsvergabe und der Miethöhe zu halten.

Nur Bezugsberechtigte dürfen in diesen Fällen die Wohnungen bewohnen. Daraus kann längerer Leerstand von Wohnräumen resultieren. Ebenso muss bei der Miete stets ein bestimmter Stand eingehalten werden. Nicht zuletzt ist das Ausbleiben von Miet-Zahlungen ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Risikoschutz des Vermieters

Durch diese Einflüsse können für den Vermieter uneinbringliche Rückstände in den Betriebskosten entstehen. Um diesem Risiko vorzubeugen darf als in der Nebenkostenabrechnung ein Umlageausfallwagnis auf die Mieter umlegt werden.

Das Umlageausfallwagnis mit maximal 2% der anteilig anfallenden Betriebskosten für den Wohnraum beschränkt.

Im Regelfall betrifft dieser Zusatzposten Mieter von nicht staatlich gefördertem Wohnraum nicht. Sollten sich im Mietvertrag gesonderte Vereinbarungen zum Umlageausfallwagnis befinden, ermöglicht dies jedoch dem Vermieter diesen Risikoschutz festzusetzen, sollter er nicht staatlich gefördert respektive preisgebunden sein. Diese individualvertragliche Regelung bildet aber die Ausnahme und sollte einen Fixbetrag beinhalten.