Abrechnungsfrist der Nebenkosten

Im Rahmen der Erstellung und Übermittlung der Nebenkostenabrechnung hat der Vermieter neben formellen Richtlinien auch einen Zeitrahmen einzuhalten, die Abrechnungsfrist.

Die Abrechnungsfrist bezeichnet den Zeitraum, in welchem der Vermieter die Nebenkostenabrechnung dem Mieter übermittelt haben muss. Die Frist beginnt mit dem Ende des Abrechnungszeitraums und dauert 12 Monate an.

Ein Beispiel:

  • Der Vermieter möchte die Kosten, die zwischen dem 01.01.2017 und 31.12.2017 angefallen sind, abrechnen (Abrechnungszeitraum).
  • Dafür hat er 12 Monate Zeit – also bis zum 31.12.2018 (Abrechnungsfrist).
  • Wichtig ist, dass die Abrechnung bis zu diesem Datum nicht nur erstellt, sondern auch dem Mieter zugestellt werden muss.

Nach Ablauf der Abrechnungsfrist wird der Vermieter abrechnungssäumig und kann keine Nachzahlungen mehr einfordern. Zudem kann der Mieter die laufenden Vorauszahlungen einbehalten. Sollte dem Mieter nach dem Ablauf der Frist keine Abrechnung vorgelegt worden sein und ein Guthaben mieterseitig vorliegen, so muss der Vermieter dieses trotzdem auszahlen.

Auch hier gelten bestimmte Ausnahmeregelungen. Wenn der Vermieter nämlich das Säumnis nicht zu vertreten hat, dann hat er drei Monate nach Wegfall des Hindernisgrundes Zeit, die Nebenkostenabrechnung ordnungsgemäß zu übermitteln.

Die Abrechnungsfrist ist nicht nur rechtlich bindend für die Hausverwaltungen, sondern auch für Mieter wichtig, da sie nach Ablauf mahnen und sogar die Erstellung einklagen können.

Kurzum, die Abrechnungsfrist ist ein bindender Zeitraum für den Vermieter und die betreffende Nebenkostenabrechnung ist nur wirksam, wenn sie innerhalb dieses Zeitrahmens erstellt und übermittelt worden ist.